News
Schleswig-Holstein drängt auf Regulierung des deutschen Glücksspielmarktes
13.02.2019

Am 13.02.2019 debattiert der Kieler Landtag über das Online-Glücksspiel und drängt damit weiter auf eine gesetzlich geregelte Regulierung des deutschen Glücksspielmarktes.

Der 2021 auslaufende Glücksspielstaatsvertrag verbietet derzeit Online-Casinospiele und beschränkt die Zahl der Sportwetten-Lizenzen. Auch wenn alle befristeten Lizenzen aus Schleswig-Holstein für Online-Casinospiele mittlerweile abgelaufen sind, werben die Unternehmen weiter für ihre Angebote. Die meisten der Glücksspielunternehmen haben einen Antrag auf Verlängerung gestellt, der wohl nach derzeitiger Rechtslage keinen Erfolg haben wird.

Schleswig-Holstein hat von 2012 bis 2018 insgesamt 10,4 Millionen Euro durch Glücksspiel-Abgaben eingenommen, die deutlich unter den Erwartungen blieben. Ein neuer Kompromissvorschlag der Landesregierung fand Ende Januar keine Mehrheit. Der Vorschlag sieht vor, dass die 2012 erteilten Lizenzen befristet bis zum Auslaufen des aktuellen Glücksspielstaatsvertrages Ende Juni 2021 verlängert werden.

Der unregulierte Markt ist von 2014 bis 2017 um 80 Prozent gewachsen. Dabei werden Spieler- und Jugendschutz gegenwärtig nicht sichergestellt. Eine bundesweite Regulierung des gesamten Glücksspielmarktes wird als notwendig angesehen. Sollte es auf der Konferenz der Ministerpräsidenten im März keine länderübergreifende Einigung geben, erwägt der Kieler Landtag, bereits im Frühjahr über einen eigenen Gesetzentwurf zu beraten.

Quelle: http://www.kn-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Schleswig-Holstein-will-Markt-fuer-Online-Casinospiele-regulieren (13.02.2019)