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Parlamentarischer Abend Wiesbaden 2018
28.08.2018

Zum jährlich stattfindenden parlamentarischen Abend am 23. August in Wiesbaden luden die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) und der Hessische Münzautomaten-Verband (HMV) zur Kontaktpflege zwischen Politik, Wirtschaft und Wählertum. Diesem Ruf folgte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und lobte und stärkte die Arbeit des HMV. Weiter skandierte er für eine breite, öffentliche Zustimmung für den Hessischen Münzautomaten-Verband, der als wichtiger Wirtschaftszweig zahlreiche Arbeitsplätze schafft.

Er unterstreicht seine Unterstützung mit der Erkenntnis, dass wirtschaftlicher Erfolg und der Schutz der Spieler nebeneinander bestehen können. Menschen wollen einfach spielen, die Politik hat kein Recht dies zu verbieten. Doch wie bei jedem Spiel, muss es auch hier Regeln geben.

Es gilt daher, Kompromisse zu finden. Die Freude am Spiel dürfe niemals zum Ruin der Spieler führen. Bouffier geht mit der bisherigen Vorgehensweise der Politik stark ins Gericht, indem er feststellt, dass die Diskussion um Online-Spiele "in der Steinzeit stehen geblieben sei". Seit Jahren wird diskutiert - ohne Erfolg - während sich die Onlinewelt stets weiterentwickelt. Diese Änderungen müssen berücksichtigt werden, damit eine zeitgemäße Regulierung möglich ist. Der Schwerpunkt soll somit nicht in der Quantität der Konzessionen, sondern der Qualität der Anbieter liegen.

Georg Stecker, seines Zeichens Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft, appelliert für eine Stärkung der legalen Angebote, einen neuen Glücksspielstaatsvertrag und eine zusammenhängende Regulierung aller Spielformen nach Maßstäben der Qualität. Unverständnis äußert er allerdings gegenüber der Illegalität des Glücksspiels im Internet, während die Bundes- und Landesregierung vehement auf Digitalisierung pocht.

Abschließend tendiert Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer Lotto Hessen, dazu, dass es ein Fehler war den Glücksspielstaatsvertrag nicht ratifiziert zu haben, wie es Schleswig Holstein tat. Als Folge dessen stehe eine einheitliche Regulierung nicht oben auf der Tagesordnung der höheren Politik. Ein gemeinsames Konzept müsse jedoch erarbeitet werden, wenn die Politik in Zukunft auf eine Regulierung des Glücksspielmarktes im Internet aufmerksam gemacht werden soll.