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Lotto- und Totoverband fordert Payment Blocking gegen ausländische Glücksspielanbieter
25.09.2015

Der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) sieht die Unterbindung von Zahlungen an nicht in Deutschland ansässige Gambling Anbieter als praktikablen und datenschutzrechtlich unbedenklichen Weg zur Bekämpfung von illegalem Glücksspiel. Neben einem höheren Spielerschutz verbindet ein eigens dazu erstelltes Gutachten Payment Blocking auch mit wirksamerer Suchtprävention, besserem Jugendschutz und einer Senkung des Betrugsrisikos.

Der 2012 neuformulierte Glücksspielstaatsvertrag sieht die Option vor, Banken, e-Wallets und anderen Zahlungsdienstleistern die Weiterleitung von Geldern an Online Pokerrooms, Casinos und Wettanbieter zu untersagen, ähnlich wie der seit 2006 in den USA rechtskräftige Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA). Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen, so das Gutachten, nur Zahlungstransfers an die Veranstalter unterbunden werden, nicht aber Auszahlungen und Rückerstattungen an die Spieler durch die Bank.

Mehr Staat gegen Gambling im Internet?

Mehrere EU-Länder praktizieren Payment Blocking bereits als Maßnahme im Kampf gegen illegales Glücksspiel. Dass das Europäische Parlament Sperrmaßnahmen im Binnenmarkt ausdrücklich billigt, ist für Michael Burkert, den Geschäftsführer der Saarland-Sporttoto GmbH, ein Argument dafür, die Unterbindung von Geldtransfers an nicht in Deutschland ansässige Gambling Anbieter zu forcieren. Dies setze allerdings "den politischen Willen voraus, die Aufsicht über illegales Glückspiel im Internet personell so auszustatten, dass diese ihrer Aufgabe auch effektiv nachkommen kann" (Pressemeldung des DLTB, http://www.isa-guide.de/isa-gaming/articles/131562.html).