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Deutschland nur Schlusslicht beim Kampf gegen illegales Glücksspiel
15.06.2017

Eine umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung der Glücksspielregulierung in Deutschland kommt zu dem Schluss, dass es Deutschland im internationalen Vergleich besonders schlecht gelingt, seinen Glücksspielmarkt zu ordnen. Die Studie, die am 29.05.2017 in Berlin vorgestellt wurde, berücksichtigt dabei auch die Positionen des organisierten Sports und von Glücksspielanbietern. Im sogenannten „DICE-Kanalisierungsindex“, der sechs europäische Länder vergleicht, belegt Deutschland nur den letzten Rang. Spitzenreiter ist Dänemark, gefolgt von Großbritannien, Spanien, Frankreich und Polen. Der Index beschreibt, wie gut aufgestellt gesetzgeberischen Maßnahmen eines Landes sind, um Glücksspiele aus dem Grau- oder Schwarzmarkt in den regulierten Bereich zu überführen.
Die Wissenschaftler zeigen, dass die jüngst von den Ministerpräsidenten beschlossenen Änderungen am Glücksspielstaatsvertrag die vorhandenen Defizite nicht beheben.
Es wird empfohlen, dass sich der Gesetzgeber an den Regelungen in Dänemark und Großbritannien orientiert. Damit ist eine umfassende Reform des Glücksspielkollegiums erforderlich. An dessen Stelle sollte eine zentrale und verfassungskonforme Kontroll- und Regulierungsbehörde entstehen.

Quelle: https://www.isa-guide.de/isa-gaming/articles/164503.html