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2019 gehen in Österreichs Pokersalons die Lichter aus
07.09.2015

Pokern nur noch in der Spielbank: Vom Jahr 2020 an müssen sich die Pokerfans in unserem Nachbarland zum Zocken entweder ins Casino bequemen - oder eben aufs Internet ausweichen. Die Konzessionen unabhängiger Kartensalons für Pokerangebote laufen Ende 2019 aus. So will es die neueste Modifizierung des österreichischen Glücksspielgesetzes durch den Verfassungsgerichtshof.

Legislativer Zickzackkurs in Sachen Poker

Wäre es nach dem Willen der Glücksspielbehörden gegangen, hätten die Österreicher schon ab 2016 keine Pokersalons mehr. Eine umstrittene Novelle des Glücksspielgesetzes von 2010 hatte Pokern zum Glücksspiel erklärt, das von 2012 an - mit Auslaufen der letzten aktuellen Lizenzen - nur noch durch einen einzigen staatlich zugelassenen Veranstalter angeboten werden sollte. Unter Berufung auf den Gleichheitsgrundsatz waren die Betreiber von Pokersalons dagegen auf die Barrikaden gegangen. Ihr Protest bewirkte, dass das Finanzministerium die Anzahl der zu vergebenden Pokerlizenzen auf drei erhöhte und die Laufzeit der bisher erteilten bis 2016 verlängerte. Mittlerweile allerdings entschied der höchste Gerichtshof des Landes, dass es ab 2020 überhaupt keine Konzessionen für Pokerangebote außerhalb von Spielbanken mehr geben wird. Bis dahin dürfen die Fans des Spiels in lizenzierten Kartensalons weiterhin um Geld pokern.

Ausnahmeerlaubnis für sporadische kleinere Turniere

Gänzlich ausgenommen von der Neuregelung bleibt das sogenannte Wirtshauspoker: Einmal pro Quartal dürfen Pokerturniere mit einem Buy-in von bis zu zehn Euro und maximal 100 Teilnehmern veranstaltet werden. Daran wird sich auch künftig nichts ändern.